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quinta-feira, 27 de outubro de 2011

Ansprache von Papst Benedikt XVI. zum Friedenstreffen in Assisi unter dem Thema: Pilger der Wahrheit, Pilger des Friedens am 27. Oktober 2011

Pope Benedict XVI, right, waives from his train as he leaves Assisi, central Italy, Thursday, Oct. 27, 201, after attending a peace meeting. The pontiff has invited Jews, Hindus, Sikhs and Muslims to a pilgrimmage to the Umbrian hilltop town of Assisi where 25 years ago Pope John Paul II, the Dalai Lama and others spent the day praying for peace amid the Cold War. At left, Ecumenical Patriarch Bartholomew I looks on.Gebrauch der Religion darf keine Quelle der Gewalt sein

ASSISI, 27. Oktober 2011 (ZENIT.org). – Der Unfriede habe neue und erschreckende Gesichter, und das Ringen um den Frieden müsse uns alle auf neue Weise bedrängen, so Papst Benedikt in Assisi.
[Wir dokumentieren den Wortlaut seiner Ansprache in der offiziellen deutschen Übersetzung:]
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Liebe Brüder und Schwestern!
Sehr geehrte Oberhäupter und Vertreter der Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften sowie der Weltreligionen! Liebe Freunde!
25 Jahre sind vergangen, seitdem der selige Papst Johannes Paul II. erstmals Vertreter der Religionen der Welt nach Assisi zu einem Gebet für den Frieden geladen hat. Was ist seitdem geschehen? Wie steht es um die Sache des Friedens heute? Damals kam die große Bedrohung des Friedens in der Welt von der Teilung der Erde in zwei einander entgegengesetzte Blöcke. Augenfälliges Sinnbild dieser Teilung war die Mauer in Berlin, die mitten durch die Stadt die Grenze zweier Welten zog. 1989 – drei Jahre nach Assisi – ist die Mauer gefallen – ohne Blutvergießen. Die gewaltigen Waffenarsenale, die hinter der Mauer standen, bedeuteten plötzlich nichts mehr. Sie hatten ihren Schrecken verloren. Der Wille der Völker zur Freiheit war stärker als die Arsenale der Gewalt. Die Frage nach den Ursachen dieses Umbruchs ist sehr vielschichtig und nicht mit einfachen Formeln zu beantworten. Aber neben den wirtschaftlichen und politischen Faktoren ist der tiefste Grund für das Ereignis ein geistiger: Hinter der materiellen Macht standen keine geistigen Überzeugungen mehr. Der Wille zur Freiheit war schließlich stärker als die Furcht vor der Gewalt, die keine geistige Deckung mehr hatte. Für diesen Sieg der Freiheit, der vor allem auch ein Sieg des Friedens war, sind wir dankbar. Und es ist hinzuzufügen, dass es dabei nicht nur, wohl nicht einmal primär, aber doch auch um die Freiheit zu glauben ging. Insofern dürfen wir dies alles auch irgendwie mit dem Gebet um den Frieden in Zusammenhang bringen.  LESEN...